Das Haindlkar und seine Hütte sind ein Begriff, mit dem zahllose Geschichten verbunden sind. Die Pioniere der Wiener Sektion Reichenstein waren es, die erstmals 1923 einen Stützpunkt errichteten - vergebens, da noch im gleichen Jahr eine Staublawine dem Bau ein jähes Ende setzte. Dessen un-verdrossen wurde auf's Jahr erneut eine Hütte, die heutige "alte HAINDLKARHÜTTE" errichtet. Die Stammgäste dieses kleinen Felsnestes
die meisten davon Vertreter der "Wiener Schule", zählten zu den besten Alpinisten ihrer Zeit. Paul Preuss, Fritz Kasparek, Hubert Peterka, Kurt Maix und viele andere lösten bis in die 40er Jahre ein alpines Problem nach dem anderen. In den späten 50er Jahren wurde das Gesäuse mehr und mehr Ziel
zahlreicher Alpinisten. So wurde der Bau einer größeren Hütte notwendig und die heutige "neue HAINDLKARHÜTTE" im
Jahr 1960 fertiggestellt. Dies war auch die Zeit hakentechnischer Hochleistungen; Berglandriss, Buhl-Gedächtnisweg, Todesverschneidung um nur die spektakulärsten zu nennen. Aber auch
die Neuzeit spiegelt sich mit rassigen Sportkletterrouten in den grauen Kalkwänden wider. So verewigte sich der Altmeister des freien Stils, Klaus Hoi, ebenso wie die "jungen Wilden" mit Touren bis zu 10.
bis zum 10. Grad. Auch der Alpine Rettungsdienst ist hier seit 100 Jahren (über 2000 mal mit 490 Toten) im Einsatz - die Diensthütte neben der HAINDLKARHÜTTE ist an Wochenenden durchgehend besetzt.